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Bewerbung Praxissemester: So gelingt Dein Anschreiben!

Mit einem guten Anschreiben bekommst Du auch eine gute Stelle fürs Praxissemester! Was beim Verfassen der Bewerbung besonders wichtig ist und welche Fehler Du vermeiden solltest – wir verraten es.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Praxissemester ist in den meisten Studiengängen an Fachhochschulen vorgeschrieben, wird aber auch an vielen Universitäten gefordert.
  • Kümmere Dich rechtzeitig um die Bewerbung, um fürs Praxissemester Deine Wunschstelle zu bekommen.
  • Du willst zur Orientierung experimentieren? In den meisten Studiengängen kannst Du das Praxissemester auch auf mehrere Unternehmen aufteilen.
  • Überprüfe durch einen Abgleich mit Deiner Studienordnung die Eignung des Praktikums, damit es Dir auch sicher angerechnet wird.

Praxissemester: Bewerbung rechtzeitig abschicken

Klasse: Du hast Dich gerade so richtig an Vorlesungen, Seminare und Hausarbeiten gewöhnt und bist im Studentenleben angekommen. Und schon wird wieder alles auf den Kopf gestellt. Das Praxissemester steht vor der Tür. Raus aus der Bib, rein ins Arbeitsleben und herausfinden, wie nützlich der gepaukte Stoff im echten Arbeitsalltag ist.

Wenn Du Dich frühzeitig bewirbst, hast Du gute Chancen, in Deinen Traumjob reinzuschnuppern. Frühzeitig heißt: Bleibst Du in Deutschland, verschickst Du im Idealfall etwa 6 Monate vor dem Start Deine Bewerbungen fürs Praxissemester. Wenn es Dich ins Ausland zieht, solltest Du mit bis zu einem Jahr mehr Zeit veranschlagen. Du musst hier deutlich mehr organisieren und für manche Länder wie die USA außerdem ein Visum beantragen – aber keine Sorge, mit etwas Vorausplanung sollte auch das problemlos klappen.

So findest Du die perfekte Stelle fürs Praxissemester

Du hast keine Ahnung, wie und wo Du Dir einen Überblick über angebotene Praktika verschaffen kannst? Schau doch bei unserer Praktikumsbörse vorbei! Wir haben ein vielfältiges Stellenangebot von spannenden Unternehmen.

Praxissemester: Pflicht-Praktikum im Studienplan

Ein Praxissemester ist ein fester Bestandteil vieler Studiengänge. Im Prinzip handelt es sich um einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten, in dem ein oder mehrere Praktikumsstellen abgeklappert werden. In Fächern wie Elektrotechnik oder Maschinenbau (und damit vor allem an Fachhochschulen) ist dieses Element häufig vorgeschrieben, inzwischen ist es aber auch an einigen Unis zu finden, um zum Beispiel die Lehrerausbildung oder das Studium anderer sozialer Berufe zu ergänzen. Manchmal kannst Du Dir sogar aussuchen, ob Du einen Studiengang in der Version mit oder ohne Praxissemester studieren willst.

Warum eigentlich ein Praxissemester?

Ein Praxissemester bringt Dich mächtig in Deiner beruflichen und persönlichen Entwicklung voran. Du kannst Arbeitserfahrung sammeln, Deine Soft Skills aufpolieren und die an der Hochschule gelernte Theorie mit der Praxis verknüpfen. Ein wichtiger Nebeneffekt: Du kannst Deine Schwerpunktsetzung im Studium überprüfen und gegebenenfalls korrigieren. Nur weil Du den Statistik-Kurs bei Deinem Lieblingsprof letztes Semester irgendwie ganz cool fandest, heißt das nicht automatisch, dass Dir ein Beruf, in dem das Thema zur Anwendung kommt, auch wirklich Spaß macht.

Auch wenn Du keinen Kurswechsel vornimmst, helfen Dir Erkenntnisse aus dem Praxissemester weiter. Du bekommst ein umfassenderes Verständnis von Deinem Fachgebiet und kannst Dir theoretische Beispiele besser vor Augen führen. Ganz abgesehen von dem Praktikumszeugnis, das Dir bei der Bewerbung auf die nächste Stelle hilft!

Durch ein Praxissemester kannst Du:

  • Studium und Praxis verknüpfen
  • Theoretische Lerninhalte besser begreifen
  • Zusammenhänge nachvollziehen
  • Arbeitserfahrung und Soft Skills sammeln
  • Karrierevorstellungen und –maßnahmen anpassen

Bewerbung auf Praxissemester-Stellen: Wichtige Tipps

Um das Praxissemester voll auszunutzen und eine interessante Stelle zu bekommen, solltest Du Dich unbedingt rechtzeitig bewerben. Wer zu lange rumtrödelt, muss am Ende das nehmen, was er kriegt und kann nicht das wählen, was er möchte. Der Vorteil: In der Regel weiß man genau, wann das Praxissemester stattfindet und kann alles in die Wege leiten. Informiere Dich hierzu bei Deiner Fakultät oder lies selbst in der Studien- oder Prüfungsordnung nach. Dort stehen auch die genauen Vorgaben für das Praxissemester. Du solltest darauf achten, dass das jeweilige Unternehmen diese auch erfüllt, damit die monatelange Arbeit auch wirklich zählt und für das Studium angerechnet wird.

Praxissemester: Die Suche nach der passenden Stelle

Das richtige Unternehmen für Dein Praxissemester findest Du am einfachsten über normale Praktikumsbörsen. Vielleicht gibt es sogar an Deiner Hochschule ein eigenes Career Center, das Dir bei der Suche und den spezifischen Rahmenbedingungen für Deinen Studiengang weiterhelfen kann. Die können zum Beispiel vorgeben, wie viele Arbeitsstunden Du absolvieren musst oder welche spezifischen Kenntnisse Du lernen sollst.

Sei ruhig selbstbewusst bei der Stellenauswahl, aber achte auch auf ein gutes Match. Überleg Dir, worauf Du Lust hast, was zu Deinem Studiengang passt und was für Vorkenntnisse Du mitbringst.

Was steckt in der perfekten Praxissemester-Bewerbung?

Eine Praxissemester-Bewerbung unterscheidet sich kaum von der für ein normales Praktikum. Unsere hilfreichen Tipps zur Praktikumsbewerbung kannst Du also guten Gewissens befolgen. Alles, was Du einreichst, sollte auf jeden Fall vollständig, fehlerfrei und in einem guten Zustand sein. Achte im Anschreiben darauf, Deine Motivation deutlich zu machen und einen direkten Bezug zur Praktikumsbeschreibung herzustellen. Im Idealfall hast Du in dem Bereich schon erste Vorerfahrungen oder ein passendes Uni-Seminar hinter Dir, die Du dabei angeben kannst.

Die Unternehmen benötigen von Dir

  • ein aussagekräftiges Anschreiben
  • einen Lebenslauf (meist tabellarisch)
  • Zeugnisse
    • Schulabschluss
    • aktuelle Leistungsübersicht, eventuell erster Abschluss
    • andere Praktikumszeugnisse
  • optional Bescheinigungen über weitere Kenntnisse und Fähigkeiten (Sprachen, Programmierkurse etc.)

Häufige Fehler bei der Bewerbung fürs Praxissemester

Auf dem Schnappschuss aus dem Urlaub letztes Jahr siehst Du so sympathisch aus! Solche Fotos gehören aber auf keinen Fall in die Bewerbungsunterlagen. Auch wenn es sich ‚nur‘ um ein Praktikum handelt, solltest Du schriftlich und persönlich stets professionell auftreten. Schließlich möchtest Du am Ende ein gutes Praktikumszeugnis erhalten oder vielleicht sogar im Unternehmen weiterarbeiten.

Verlass Dich außerdem nicht darauf, dass Du für die erste Bewerbung sofort eine Zusage bekommen wirst. Bewirb Dich unbedingt frühzeitig bei mehreren Unternehmen – damit sorgst Du für den Fall vor, dass Dir abgesagt wird oder sich niemand zurückmeldet. Denn mit solchen Ausreden kannst Du vielleicht bei Deiner Mutter Mitleid wecken, aber nicht beim Prüfungsamt, wenn Du das Praxissemester nicht wie vorgeschrieben absolvierst.

Besonderheiten des Praxissemesters und der Bewerbung

Viele Unternehmen bieten in ihren Ausschreibungen explizit die Möglichkeit eines Praxissemesters an. Aber lass Dich nicht entmutigen, denn auch ohne Verweis darauf lohnt es sich, nach der Option zu fragen oder sich initiativ zu bewerben. Damit alles nach Plan läuft, solltest Du bereits in der Bewerbung klarmachen, dass Du ein Praxissemester absolvieren und nicht nur ein normales Praktikum antreten möchtest.

TIPP

Vorlagen nutzen für Deine Praxissemester-Bewerbung

Wenn Du Deine Erfolgschancen maximieren möchtest, solltest Du professionelle Unterlagen erstellen. Wir empfehlen Dir das Angebot von lebenslauf.de. Wir haben es getestet und können den Service nur empfehlen.

Dauer

Wie Du dem Namen entnehmen kannst, erstreckt sich das Praxissemester normalerweise über ein Semester, oft kann die Zeit aber um die Semesterferien erweitert werden. Achtung: Weil Fehltage eigentlich nicht zur Dauer dazugerechnet werden, solltest Du nicht zu knapp kalkulieren – schließlich weißt Du nie, ob Du krank wirst. Wenn das passiert und die reale Arbeitszeit nicht die vorgeschriebene Mindestdauer erreicht, kann es sein, dass Du nacharbeiten musst.

Der klare fachliche Bezug

Es ist äußerst wichtig, die Eignung des Praktikums genau mit den Vorgaben Deines Studiengangs abzugleichen. Manche Unis fordern, dass im Praxissemester ganz bestimmte Themen oder Aufgabenfelder behandelt werden müssen, damit es zum Rest des Studiums passt. Wenn Du Dich wasserdicht absichern willst, dann füg Deiner Bewerbung die Studien- oder Prüfungsordnung bei. Die Verantwortlichen im Unternehmen können sie sich ansehen und Dir so Rückmeldung geben, ob es für Dein Praxissemester geeignet ist.

Praxissemester teilen und mehrere Bewerbungen schreiben

Mit Bewerbungen auf mehrere Stellen erhöhst Du nicht nur Deine Erfolgschancen auf einen Treffer, sondern sicherst Dir im besten Fall gleich mehrere Optionen. Wenn Du mehr als eine Zusage bekommst, hast Du die Qual der Wahl. Alternativ kannst Du darüber nachdenken, verschiedene Stationen zu kombinieren. Zumindest wenn dieses Modell in Deinem Studiengang erlaubt ist. Das Praxissemester aufzuteilen bringt eigene Vor- und Nachteile mit sich, die Du abwägen solltest:

Lohnt es sich, das Praxissemester aufzuteilen?

Vorteile Nachteile
Du lernst die Arbeitsweisen mehrerer Unternehmen kennen. Du bekommst nur kurz oder gar nicht Einblick in die unterschiedlichen Abteilungen eines Unternehmens.
Es bleibt sehr abwechslungsreich. Du musst Dich immer wieder neu einarbeiten und umgewöhnen, vieles bleibt oberflächlich.
Du kannst mehr Networking betreiben und Kontakte fürs Berufsleben knüpfen. Mehr Arbeit bei der Vor- und Nachbereitung.

Wie steht es um Gehalt und Urlaub im Praxissemester?

Ein Praxissemester gilt landläufig als Pflichtpraktikum und hat deshalb den gleichen rechtlichen Status. Das bedeutet, dass Du keinen Kündigungsschutz hast und auch nicht darauf setzen kannst, Gehalt oder Urlaub zu bekommen. Wenn Du Dein Praxissemester im Ausland absolvierst, gelten oft noch einmal andere Regeln, aber auch ohne Gehalt kannst Du hier die Finanzierung auf verschiedene Arten absichern.

Moment mal – war da nicht was mit Mindestlohn?

Der Mindestlohn und weitere Arbeitnehmerrechte gelten leider beim Praxissemester nicht. Es unterscheidet sich hierbei vom freiwilligen Praktikum, bei dem Du in dieser Hinsicht rechtlich besser abgesichert bist. Die Begründung ist, dass es sich beim Praxissemester um einen festen Bestandteil der Ausbildung an der Hochschule handelt, was im Gegenzug wiederum ermöglicht, während dieser Zeit weiter BAföG zu beziehen. Im Vordergrund stehen die Erfahrung und der Lerneffekt. Viele Unternehmen schätzen die Arbeit ihrer Praktikanten aber so sehr, dass sie auch im Praxissemester freiwillig einen Lohn bezahlen.

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